Beim visuellen Branding gilt: Was Sie sehen, ist genau das, was Sie bekommen. Wenn ein Kunde auf Ihre Markenvisuals trifft, nutzt er diese Erfahrung, um sich ein Bild von Ihrem Unternehmen zu machen..
Um einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen, benötigen Sie ein Markenimage, das auf einen Blick vermittelt, was Ihre Zielgruppe über Ihr Unternehmen wissen soll. Hier erfahren Sie, was Sie tun müssen und warum das wichtig ist.
Was ist Visual Branding?
Visuelles Branding ist ein wichtiger Bestandteil Ihrer Marketingstrategie. Es umfasst alle visuellen Elemente, die Ihr Unternehmen repräsentieren, vom Logo-Design bis zur Schriftart auf Ihren Visitenkarten. Alle Komponenten wirken zusammen und prägen das Gesamtbild Ihrer Marke.
Ihr visuelles Branding erfüllt mehrere Ziele.
Erstens vermittelt es die Persönlichkeit Ihrer Marke und hinterlässt einen emotionalen Eindruck bei Ihrer Zielgruppe.
Die visuelle Identität Ihrer Marke hilft außerdem Ihrer Zielgruppe, mehr über Ihr Unternehmen zu erfahren. Potenzielle Kunden nutzen visuelle Hinweise, um zu verstehen:
- Wo Ihr Unternehmen auf dem Markt positioniert ist.
- Was Ihre Marke einzigartig macht.
- Was sie von Ihren Produkten oder Dienstleistungen erwarten können.
Schließlich hilft Ihnen Ihr Visual Branding-Ansatz dabei, die vielen Teile Ihrer Marke durch einheitliche Bilder zu verbinden. Ganz gleich, ob Ihre Zielgruppe einen E-Mail-Newsletter, einen Instagram-Beitrag oder eine Broschüre sieht – konsistente Visual Branding-Elemente signalisieren, dass es sich um Ihr Unternehmen handelt.
Warum ist die Entwicklung einer visuellen Markenidentität für Ihr Unternehmen wichtig?
Wenn Kunden nach Unternehmen suchen, mit denen sie zusammenarbeiten möchten, beurteilen sie diese nun mal nach ihrem äußeren Erscheinungsbild. Mit anderen Worten: Sie bewerten Ihr Unternehmen anhand seines Visual Branding.
Warum? Nun, in vielerlei Hinsicht spiegelt die Markenerfahrung die Kundenerfahrung wider.
Wenn ein potenzieller Kunde auf eine Marke trifft, bei der Qualität und Details offenbar etwas zählen, erwartet er das gleiche Maß an Qualität und Liebe zum Detail auch bei Ihren Produkten oder Dienstleistungen. Ist Ihr visuelles Branding jedoch eher schlampig, wird er wahrscheinlich keinen erstklassigen Service erwarten.
Wenn Ihre Zielgruppe auf visuelle Elemente stößt, die eine verspielte, lustige Markenpersönlichkeit vermitteln, freut sie sich auf eine Zusammenarbeit, die Spaß macht. Wenn sie auf eine eher zurückhaltende Marke trifft, weiß sie, dass Sie wichtige Dinge ernst nehmen.
Ihre Herangehensweise an visuelles Branding kann auch viel über Ihre Position auf dem Markt aussagen. Dies wird als Markenpositionierung bezeichnet. Indem Sie Ihre Marke durch hochwertige visuelle Elemente und individuelles Design präsentieren, signalisieren Sie Ihrer Zielgruppe, dass sie einen höheren Preis erwarten kann. Wenn Sie sich mit dem Nötigsten begnügen, deutet dies auf ein geringeres Budget und damit höchstwahrscheinlich auch auf niedrigere Preise hin.
5 Hauptelemente des Visual Branding
Ihre Markenidentität besteht aus 5 Schlüsselkomponenten:
- Logo.
- Typografie.
- Farbpalette.
- Grafische Elemente.
- Bildmaterial.
Visuelles Branding ist mehr als nur Logos und Farben – es geht darum, eine einheitliche Identität aufzubauen. Wettbewerbsvorteilsstrategien wie die generischen Strategien von Porter stärken die Marktposition, indem sie einzigartige Angebote hervorheben. Richten Sie visuelle Elemente an strategischen Entscheidungen aus, um eine unvergessliche Customer Journey zu schaffen, die Kunden anzieht und bindet. Erfahren Sie mehr in unserem Leitfaden zu Wettbewerbsvorteilen.
Sehen wir uns die einzelnen Elemente des Visual Branding im Detail an:
1. Logo
Logo ist ein Oberbegriff, der alle visuellen Elemente beschreibt, die zur Identifizierung oder Darstellung einer Marke verwendet werden. Unabhängig davon, wie Ihr Logo aussieht, sollte es ein einzigartiges Erkennungsmerkmal sein, das Ihren Firmennamen und Ihre Markenpersönlichkeit präsentiert oder verstärkt. Betrachten Sie es als das „Gesicht“ Ihrer Marke. Egal ob Sie einen Grafikdesigner beauftragen oder einen kostenlosen Logo-Generator verwenden, achten Sie immer darauf, dass das Design zu Ihrer Markenbotschaft passt.
Wenn Sie darüber nachdenken, wie Sie Ihre Marke visuell darstellen möchten, denken Sie daran, dass es verschiedene Arten von Logo-Elementen gibt, mit denen Sie spielen können.

Eine Wortmarke oder ein Logotyp besteht in erster Linie aus Text und enthält in der Regel den Markennamen in einer stilisierten Schriftart. Das kursive Coca-Cola-Logo und das kantige FedEx-Logo sind beispielsweise sofort erkennbare Wortmarken.
Eine weitere mögliche Komponente ist das Markenzeichen oder Logomark, ein Symbol, das die Marke repräsentiert. Denken Sie an den Swoosh von Nike oder die springende Raubkatze von Puma.
Natürlich kombinieren einige Logos Wortmarke und Markenzeichen. Die Verwendung des klaren, modernen Schriftzugs von Puma macht die Marke ebenso einprägsam wie das Markenzeichen selbst. Diese beiden Elemente können je nach Anwendung zusammen oder getrennt verwendet werden.
Sie können Ihrem Logo auch einen Slogan hinzufügen, um ausdrücklich anzugeben, was Ihr Unternehmen tut, wo es sich befindet oder wann es gegründet wurde.
Hier sehen Sie verschiedene Varianten des British Airways-Logos. Es besteht aus der Wortmarke, die den Namen der Fluggesellschaft bildet, und dem Markenzeichen Speedmarque. Wie der springende Puma und der Swoosh wird auch das Speedmarque oft vom Firmennamen getrennt und verwendet, um die Identität der Marke an verschiedenen Kundenkontaktpunkten zu stärken.

2. Typografie
Wenn Ihre Marke etwas zu sagen hat, verleiht die Darstellung Ihres Textes auf dem Bildschirm oder auf einer Seite den Worten eine zusätzliche Bedeutungsebene. Große Blockbuchstaben vermitteln Stärke und Stabilität, während eine geschwungene Schrift Eleganz und Tradition ausdrücken kann. Das ist die Magie der Typografie.
Typografie ist eine Wissenschaft und visuelle Kunstform, die sich mit der Darstellung von Text befasst. Im Hinblick auf das Visual Branding geht es dabei um die Auswahl der spezifischen Markenschriften und deren Verwendung.
Grafikdesign-Experten empfehlen oft, eine serifenlose Schriftart mit einer Serifenschrift zu kombinieren, um Überschriften vom Fließtext zu unterscheiden. Die kleinen, sich verjüngenden Linien, die als Serifen bezeichnet werden, können dem Text einen Hauch von Eleganz verleihen. Ihr Fehlen kann hingegen ein schlankes, modernes Erscheinungsbild schaffen. In Kombination können beide Stile Ihren Markenbotschaften eine ausgewogene Wirkung verleihen.

British Airways nutzt diese Technik, indem es eine Serifenschrift für die Wortmarke und Variationen der serifenlosen Schriftart Mylius Modern für den übrigen Text verwendet. (Beachten Sie auch die Verwendung des Speedmarque.)

3. Farbpalette
Die Farbpalette, die Sie für Ihr Logo und andere visuelle Inhalte auswählen, ruft emotionale Reaktionen hervor und verleiht Ihrer Marke bestimmte Eigenschaften und Merkmale. In der Sprache der Farben steht sattes Grün für Ausgeglichenheit und Natur, kühle Blautöne vermitteln ein Gefühl der Ruhe und sonniges Gelb suggeriert Wärme und Optimismus. Die Farben, die Sie verwenden, und wie Sie sie kombinieren, bestimmen maßgeblich die Stimmung.
Ihre Kernfarbpalette kann aus nur einer Primär- und einer Sekundärfarbe oder aus mehreren verschiedenen Farbtönen bestehen. British Airways verwendet bestimmte Blau-, Weiß- und Rottöne als Anspielung auf die britische Flagge.

Eine erweiterte Farbpalette bietet Ihnen mehr Optionen für das Design. Sie können beispielsweise eine helle und eine dunkle Variante sowie mehrere neutrale Farbtöne festlegen, die Ihre Kernfarbpalette ergänzen. Diese verleihen Ihren Primärfarben mehr Tiefe und runden das Erscheinungsbild Ihrer visuellen Markeninhalte ab.

4. Grafische Elemente
Zusätzliche Details, die zu Ihrer Marke passen, können Ihrer visuellen Identität mehr Dimension verleihen. Bei der Erstellung von Marketingmaterialien und anderen Designelementen können Sie grafische Designelemente wie die folgenden integrieren:
- Formen.
- Muster.
- Texturen.
- Negativer und positiver Raum.
- Linienführung.
- Symbole.
- Formatierung.

Diese Elemente können natürlich in Ihrer Marken-Farbpalette dargestellt werden. Sie können sogar ähnliche visuelle Eigenschaften wie Ihr Logo-Design und Ihre Typografie aufweisen.
5. Bildmaterial
Schließlich sollten die Fotos und Illustrationen, die Sie in Ihren Markeninhalten verwenden, das gleiche Erscheinungsbild wie die übrigen Elemente vermitteln, die wir bereits behandelt haben. Egal ob Sie Stockfotografie, Originalaufnahmen oder individuelle Grafiken verwenden, all diese Elemente können dazu beitragen, die Persönlichkeit und Werte Ihrer Marke zu vermitteln.
Jedes Bild sagt mehr als tausend Worte – achten Sie also darauf, dass die Personen, Orte, Produkte und Requisiten, die Sie zeigen, die richtige Botschaft vermitteln.
Wie in den Markenrichtlinien von British Airways dargelegt, bevorzugt die Fluggesellschaft „epische Panoramen“, die „die Romantik des Reisens“ vermitteln. Außerdem werden realistische Produktfotos empfohlen, die die Funktion eines bestimmten Reiseaccessoires klar und realistisch veranschaulichen.
Die kreative Ausrichtung Ihrer Bilder kann auch von der Farbpalette Ihrer Marke beeinflusst werden. Die Marke cb2 setzt auf dramatische, kontrastreiche Farbtöne und geometrische Formen. Dementsprechend verwendet der Einzelhändler in seinen Katalogen und Instagram-Posts Bilder, die diese Farben und Eigenschaften widerspiegeln.

Merkmale einer guten visuellen Identität
Eine erfolgreiche visuelle Identität hinterlässt bei Ihrer Zielgruppe einen guten ersten Eindruck. Von da an kann sie die Markenbekanntheit und -resonanz während des gesamten Kundenlebenszyklus steigern.
Hier sind die wichtigsten Merkmale einer visuellen Markenidentität:
Sie ist aussagekräftig
Ihre visuelle Marke ist ein wichtiges Kommunikationsmittel. Daher sollte die visuelle „Sprache“, die Sie verwenden, dazu beitragen, Ihre Markenpersönlichkeit und Ihre Marketingbotschaften zu stärken. Farben, Schriftarten und Bilder stehen für unterschiedliche Emotionen und Eigenschaften. Daher ist es wichtig, Elemente zu wählen, die die richtige Bedeutung für Ihre Marke vermitteln.
Sie ist einprägsam
Um die Wiedererkennbarkeit Ihrer Marke zu fördern, benötigen Sie eine visuelle Markenidentität, die wiedererkennbar und einprägsam ist.
Konkrete oder abstrakte visuelle Hinweise, die Ihr Unternehmen mit Ihrer Branche oder Ihren Dienstleistungen verbinden, sind eine hilfreiche Möglichkeit, um zu vermitteln, wer Sie sind und was Sie tun.
Wenn Ihr Unternehmen noch in den Kinderschuhen steckt, kann eine Wortmarke in Ihrem Logo dazu beitragen, Ihren Markennamen zu stärken. Wenn Sie nur ein Markenzeichen verwenden, erinnern sich Betrachter möglicherweise an das einzigartige Bild, aber nicht an den Namen selbst. Das ist nicht besonders hilfreich, wenn sie Sie über Google suchen.
Sie ist einfach gestaltet
Ihr Logo und andere visuelle Elemente sollten sich von der Konkurrenz abheben, aber dennoch so einfach sein, dass sich Ihre Zielgruppe leicht daran erinnern kann.
Als Menschen gebeten wurden, Autologos aus dem Gedächtnis zu zeichnen, erwiesen sich die einfachsten, klarsten Logos als diejenigen, an die sich die Menschen am leichtesten erinnerten. Es gab viel mehr genaue Logo-Skizzen für Audi als für Alfa Romeo – und einige sehr schlecht gezeichnete Ferrari-Pferde. Aber die Tatsache, dass 82 % der Teilnehmer tatsächlich versuchten, das springende Pferd zu zeichnen, ist ein gutes Zeichen für die Markenbekanntheit.
Sie ist vielseitig
Durch die Einbindung praktischer und vielseitiger Elemente in Ihren Visual Branding-Ansatz lässt sich die Konsistenz leichter gewährleisten. Schließlich muss die visuelle Markenidentität in allen Markenelementen einheitlich sein. Je nach Art Ihres Unternehmens können dies beispielsweise folgende sein:
- Website.
- Werbung.
- Inhalte in sozialen Medien.
- Druckmaterialien.
- Produktetikettierung und -verpackung.
- E-Mail-Kommunikation.
- Digitale Visitenkarten oder Visitenkarten aus Papier.
- Mobile App.
- Markenartikel.
- Mitarbeiteruniformen.
- Büro- oder Ladengestaltung.
- Dienstfahrzeuge.
Was bedeutet das in der Praxis? Vielleicht finden Sie die Idee, auf Ihrer Website Farbverläufe zu verwenden, spannend. Wenn Sie jedoch in der Baubranche tätig sind und eine Website zum Thema Bauwesen haben, werden Sie schnell feststellen, dass es nicht bezahlbar (oder gar nicht möglich) ist, Schutzhelme, Sicherheitswesten oder Poloshirts mit einem Druck oder eine Stickerei in diesem Farbverlauf zu bestellen. Eine andere Textur oder ein anderes Muster wäre besser geeignet.
Sie ist konsistent
Zu guter Letzt ist es wichtig, auf visuelle Konsistenz zu achten. Ganz gleich, ob Kunden Ihre Marke zum ersten Mal in den sozialen Medien oder durch Ihren Servicewagen auf der Straße wahrnehmen – sie sollten immer das gleiche Markenerlebnis haben. Sobald Sie ein aussagekräftiges, einprägsames, einfaches und vielseitiges Markenimage etabliert haben, nutzen Sie es, um einen einheitlichen Auftritt über verschiedene visuelle Kontaktpunkte hinweg zu schaffen.
Ein kurzer Überblick über den Prozess des visuellen Brandings
Unabhängig davon, ob Sie einen DIY-Ansatz mit Ihren eigenen Branding-Tools verfolgen oder mit einer Markenagentur zusammenarbeiten, sind die Schritte im visuellen Branding-Prozess ziemlich ähnlich:
- Formulieren Sie Ihre Markenpersönlichkeit und wie sie mit Ihren Geschäftszielen und Werten zusammenhängt.
- Führen Sie Marktforschungen durch, um die visuellen Branding-Ansätze Ihrer Mitbewerber zu verstehen und herauszufinden, was Ihre Zielgruppe sucht.
- Sammeln Sie Inspirationen und visuelle Referenzen mithilfe von Moodboards, Skizzen, Mockups und anderen Übungen.
- Entwerfen Sie verschiedene Logo-Designs, die Ihre Marke repräsentieren könnten, und wählen Sie dann dasjenige aus, das am besten zu Ihnen passt.
- Wählen Sie weitere visuelle Elemente aus, die gut zu Ihrem Logo passen, und vervollständigen Sie so Ihre visuelle Marke.
- Entwickeln Sie einen Marken-Styleguide, um Ihre Strategie zu dokumentieren und die visuelle Konsistenz für die Zukunft sicherzustellen.
Der Marken-Styleguide ist das wichtigste Ergebnis Ihres visuellen Branding-Projekts. Hier ist ein Beispiel aus den Markenrichtlinien von British Airways.

Es bietet einen Überblick über das Markenzeichen und den Schriftzug, die im Logo verwendet werden, die Markenfarben, die Markenschrift, Bildmaterial und andere grafische Elemente. Es enthält sogar Hinweise zur Markenstimme, die in allen Marketingbotschaften zum Ausdruck kommen sollte.
Dieses umfassende, 147-seitige Dokument enthält detaillierte Angaben dazu, was Sie beim Visual Branding beachten sollten und was Sie vermeiden sollten, um eine starke und konsistente visuelle Identität zu fördern. Ihr Unternehmen benötigt vielleicht keinen ganz so detaillierten Styleguide, aber Ihr Ansatz kann dennoch derselbe sein.
Unterschätzen Sie nicht die Kraft des Visual Branding
Das richtige Visual Branding kann Kunden sofort anziehen, Top-Talente gewinnen und interne Teams stärken. Es kann als Leitlinie dienen, die Sie auf Kurs mit Ihren Grundwerten hält und Sie dazu inspiriert, Ihr Unternehmen zu neuen Höhen zu führen.
Worauf warten Sie noch?

