Was haben die ersten zwei Minuten von Wall-E und das folgende GIF von Matthew McConaughey, der gerade von Gefühlen überwältigt wird, gemeinsam?
Digitalmarketer müssen sich die Aufmerksamkeit ihres Publikums verdienen, und das ist angesichts des wahnsinnigen Wettbewerbs nicht einfach. Jeden Tag
- gehen Zehntausende neuer Websites online.
- werden Millionen neuer Blogbeiträge geschrieben.
- werden mehrere Dutzend Millionen Fotos in sozialen Medien hochgeladen.
- werden hunderte Millionen E-Mails verschickt.
Manchmal ist es am besten, gar nichts zu sagen, um sich von der Masse abzuheben.
Warum visuelles Storytelling für Ihre Marke wichtig ist
Tatsache ist, dass die bekanntesten und einprägsamsten Markenkampagnen aufgrund ihres visuellen Storytellings wiedererkennbar sind. Die Fähigkeit, Ihrem Publikum Ihr Unternehmen oder Ihr Produkt zu zeigen, anstatt darüber zu sprechen, wird zunehmend zum effektivsten Weg, sich zu vermarkten – und die Wissenschaft bestätigt dies!
Laut Forschern des MIT ist das menschliche Gehirn in der Lage, ein Bild in nur 13 Millisekunden zu verarbeiten. Zum Vergleich: Hier sind einige wirklich schnelle Dinge, die langsamer sind als Ihre Fähigkeit, ein Bild zu verarbeiten:
- Die Reise des Sonnenlichts zur Erde (8 Minuten).
- Ein Wimpernschlag (300 Millisekunden).
- Die Reaktionszeit von Usain Bolt auf dem Startblock (155 Millisekunden).
Mit anderen Worten: So wirkt ein Bild auf Ihr Gehirn:

Warum ist das wichtig? Weil Ihre Zielgruppe nicht den ganzen Tag Zeit hat und viele Content-Ersteller um ihre Aufmerksamkeit buhlen. Wenn Sie der Erste sein wollen, müssen Sie die Kunst beherrschen, Ihr Publikum in kurzer Zeit zu beeindrucken – und genau hier kommt visuelles Storytelling ins Spiel.
Visuelles Storytelling ist effizient, weil Sie in kürzerer Zeit mehr Informationen vermitteln können, daher auch das Sprichtwort „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Bilder können die Aufmerksamkeit schneller auf sich ziehen als Text. Wenn Ihnen das gelungen ist, haben Sie eine Plattform, um Ihre Markenbotschaft zu vermitteln, entweder vollständig durch visuelles Storytelling oder durch eine Kombination aus visuellen, Audio- und Text-Inhalten.
Darüber hinaus wertet visuelles Storytelling die Content-Marketing-Strategie einer Marke auf folgende Weise auf:
- Es weckt das Interesse der Leser gleich zu Beginn der Customer Journey, indem es sie mit Blog-Inhalten an den Anfang des Trichters lockt.
- Macht Texte lebendiger und ansprechender.
- Ermöglicht die passive Aufnahme einer Botschaft, beispielsweise durch Videos oder Animationen.
- Verbessert die Lesbarkeit, indem es lange Inhalte übersichtlicher erscheinen lässt. (Haben Sie schon einmal von der Dollar-Schein-Regel gehört? Sie gilt zwar eher für Printmedien, aber wenn Sie einen Dollar-Schein vertikal und horizontal auf eine Seite legen können, ohne ein Bild, ein Zitat, eine Überschrift oder eine Aufzählung zu berühren, dann müssen Sie den Text auflockern. Funktioniert übrigens genauso gut mit einem 5-Euro-Schein.)
Visuelle Medien hinterlassen auch einen nachhaltigeren Eindruck beim Publikum. Etwa 65 % der Menschen sind visuelle Lerner, was bedeutet, dass die Botschaft für die meisten von uns besser im Gedächtnis bleibt, wenn wir sie sehen. Und im Marketing ist visuelles Storytelling der beste Weg, um Ihrem Publikum zu vermitteln, worum es bei Ihrer Marke geht.

Was macht eine gute visuelle Geschichte aus?
Visuelles Storytelling wird zur grundlegenden Marketingstrategie für Marken, um über sich selbst zu sprechen. Es kann eine Vielzahl von Emotionen, Humor und Informationen vermitteln – ganz ohne Worte. Aber was macht eine gute visuelle Geschichte aus?
Im Folgenden finden Sie eine Liste mit Möglichkeiten, wie Sie die beste visuelle Geschichte für Ihre Marke erzählen können (und was Sie dabei vermeiden sollten):
So erstellen Sie eine effektive visuelle Geschichte für Ihre Marke:
- Entwickeln Sie eine interessante Geschichte, die Ihr Publikum anspricht.
- Wählen Sie Ihre visuellen Medien entsprechend den Anforderungen Ihrer Erzählung aus.
- Verwenden Sie grundlegende Erzähltechniken.
- Wecken Sie mit dynamischen Bildern sofort die Aufmerksamkeit der Menschen.
- Unterstützen Sie Ihre visuelle Erzählung mit Text und Audio, um bei Bedarf Kontext hinzuzufügen.
- Halten Sie Ihre Botschaft klar und einfach.
- Messen Sie die Leistung visueller Medien mit relevanten KPIs wie Social Shares, Backlinks und Website-Metriken.
Visuelles Storytelling – was Sie vermeiden sollten:
- Virale Memes. Es mag verlockend sein, einem kürzlich viral gegangenen Meme hinterherzujagen, aber Tatsache ist, dass das Internet schneller ist als jedes Marketingteam. Bis Sie Ihren viralen Meme-Inhalt veröffentlichen, ist er wahrscheinlich schon wieder aus der Popkultur verschwunden.
- Eine Erzählung in eine bestimmte visuelle Idee zwängen. Wenn es nicht passt, versuchen Sie es nicht mit Gewalt! Das Publikum ist heute versierter denn je, und es ist mehr als wahrscheinlich, dass Ihre Erzählung mit dieser Methode eher baden geht, als Wellen zu schlagen.
- Inhalt zugunsten des Stils vernachlässigen. Was nützt eine visuelle Geschichte, wenn sie keine Substanz hat? Visuelle Elemente sollten die Erzählung unterstützen und nicht im Mittelpunkt stehen.
- Dieselbe Geschichte in jedem visuellen Medienformat neu verpacken (es sei denn, sie passen gut zusammen). Dies ist für die meisten Marken eine Ermessensentscheidung. Dieselben Inhalte immer wieder neu zu verpacken, kann die Wahrnehmung Ihrer Marke durch Ihr Publikum beeinträchtigen, daher sollten Sie davon absehen.
- Es mit Bildern übertreiben. Sie wollen Ihre Zielgruppe nicht verwirren oder ablenken. Bleiben Sie so prägnant wie möglich, um ein klareres Verständnis zu gewährleisten.
- Audio- und Textelemente entfernen, nur um eine zu 100 % visuelle Geschichte zu erzählen. Audio- und Textelemente sind hilfreiche Werkzeuge – verzichten Sie nicht auf sie, nur um die Geschichte visuell zu halten.
Jede Entscheidung, die Sie treffen, sollte darauf abzielen, Ihre Geschichte klarer und überzeugender zu machen. Eine bestimmte Gestaltung Ihrer Präsentation mag Ihnen vielleicht dynamisch oder auffällig erscheinen, aber wenn sie die Erzählung nicht unterstützt, könnte sie am Ende nur ablenken.
Dos und Don’ts des visuellen Storytellings
Obwohl es Spielraum für Experimente mit visuellem Storytelling gibt, sollten digitale Marketer sich zumindest anfangs an die Grundprinzipien halten. Schließlich muss man erst die Regeln lernen, bevor man sie brechen kann.
Befolgen Sie diese Tipps und Tricks für visuelles Storytelling, um die besten Inhalte zu erstellen:
Do’s:
- Beginnen Sie mit einer interessanten Geschichte, die Ihr Publikum anspricht.
- Wählen Sie die visuellen Medien entsprechend den Anforderungen Ihrer Erzählung aus.
- Verwenden Sie grundlegende Erzähltechniken.
- Wecken Sie die Aufmerksamkeit der Zuschauer von Anfang an mit dynamischen Bildern.
- Unterstützen Sie Ihre visuelle Erzählung mit Text und Audio, um bei Bedarf Kontext hinzuzufügen.
- Halten Sie Ihre Botschaft klar und einfach.
- Messen Sie die Leistung visueller Medien mit relevanten KPIs wie Social Shares, Backlinks und Website-Metriken.
Don’ts:
- Viralen Memes hinterherjagen.
- Eine Erzählung in eine bestimmte visuelle Idee zwängen.
- Inhalt zugunsten des Stils vernachlässigen.
- Dieselbe Geschichte in jedem visuellen Medienformat neu verpacken (es sei denn, sie passt gut dazu).
- Es mit Bildern übertreiben und Ihre Zielgruppe verwirren oder ablenken.
- Audio- und Textelemente entfernen, nur um eine zu 100 % visuelle Geschichte zu erzählen.
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Beispiele für visuelles Storytelling
Eine visuelle Geschichte oder eine visuelle Erzählung wird in erster Linie durch visuelle Inhalte erzählt. Die Betonung liegt auf „in erster Linie“ – sonst bleibt nur noch Fotografie und Stummfilm übrig.
Zu den Beispielen im Content-Marketing mit höherem visuellen Anteil gehören fotobasierte Fallstudien, Videos sowie 2D- und 3D-Animationen. Im Allgemeinen verbinden visuelle Online-Geschichten jedoch Bilder und Erzählungen, um das Beste aus beiden Welten zu vereinen. Ein Online-Foto-Essay enthält in der Regel Bildunterschriften, um den Kontext zu ergänzen. Videos enthalten oft Text und/oder Voiceovers.
Darüber hinaus ergänzen sich Video und Text gegenseitig. Ein kurzer, mit Schlüsselwörtern angereicherter Blogbeitrag oder eine prägnante Landingpage machen Ihr neues Video im Internet leichter auffindbar. Umgekehrt sind Ihre textlastigen Whitepaper, Fallstudien und E-Books auf visuelle Medien angewiesen, um die Geschichte zu erzählen oder bestimmte Aspekte der Informationen hervorzuheben.
Der Schlüssel zur Erstellung überzeugender Multimedia-Inhalte liegt darin, die Wirkung verschiedener visueller Medien auf Ihr Publikum zu verstehen und zu wissen, wie und wann Sie diese einsetzen sollten:
Fotos
Fotos können als Teil einer visuellen Fallstudie auf Ihrer Website oder in Ihrem Blog verwendet werden. Sie können in einem Facebook-Album verwendet werden, um die letzte Teilnahme Ihres Unternehmens an einer Konferenz zu dokumentieren. Sie können eine wörtliche Interpretation von etwas sein, das im Begleittext beschrieben wird, oder sie können ein Konzept symbolisieren (z. B. „Fühlen Sie sich durch die mangelnde Aufmerksamkeit Ihres Anbieters so allein gelassen wie der Mann im Mond?“). Alternativ kann ein einzelnes Foto auch allein auf einer visuellen Social-Media-Plattform wie Instagram stehen. Sie können sogar ein bestehendes Instagram-Foto in einen Blogbeitrag einbetten.

Das Bild oben ist wohl eines der berühmtesten Beispiele für Fotografie als visuelles Storytelling und trägt den Titel „Migrant Mother“. Das Foto wurde 1936 von der berühmten Fotografin Dorothea Lange aufgenommen und dokumentiert die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf US-amerikanische Familien. Dieses Foto vermittelt die Sorgen, den Hunger und die Verzweiflung der Weltwirtschaftskrise, ohne dass zusätzliche Worte notwendig sind.
Memes
Memes haben in den letzten Jahren die sozialen Medien erobert, und endlich beginnen auch Marken, die Kraft dieser einzigartigen und humorvollen Bilder zu erkennen. Mit Memes, die oft eine ganz eigene Sprache haben, können Sie schnell die Aufmerksamkeit jüngerer Zielgruppen gewinnen und sie für Ihre Marke begeistern. Sehen Sie sich das folgende Beispiel an:

Viele Menschen werden sich mit diesem speziellen Meme nicht identifizieren können, was aber in Ordnung ist, denn genau darum geht es bei einem guten Meme. Es verwendet ein bekanntes Bild (Boromir aus „Der Herr der Ringe“) und macht es für ein bestimmtes Publikum nachvollziehbar, in diesem Fall für jemanden, der vielleicht versucht, einen PHP-Server einzurichten.
GIFs
Sie haben keine Zeit, ein Video oder eine Animation zu erstellen? Verwenden Sie ein GIF, um die Emotionen einzufangen, die Ihr Publikum bei der Interaktion mit Ihrer Marke empfinden soll.
Dieses GIF macht zugegebenermaßen wenig Sinn. Aber es ist irgendwie faszinierend, und im Zusammenhang mit einem Artikel über die richtige Pflege von Haustieren könnte es tatsächlich passend sein. Es gibt eine ganze Welt von GIFs, die alle möglichen Gefühle und Ideen ausdrücken. Betten Sie sie in Ihre 1.500 Wörter langen Blogbeiträge ein, teilen Sie sie auf Ihren Social-Media-Kanälen, vielleicht mit ein oder zwei Sätzen Kontext, die das GIF mit Ihrer Marke verbinden, oder auch ganz ohne direkten Bezug zu Ihrem Unternehmen. Manchmal steigert eine Pause vom Geschäft die Aufmerksamkeit.
Selbsterstellte Bilder

Der Zweck einer selbsterstellten Illustration oder eines individuellen Bildes besteht darin, eine kleine Textmenge mit einem Foto oder einer Grafik so zu kombinieren, dass sie sich gegenseitig ergänzen und eine klare Aussage vermitteln. Ein typisches Beispiel: Würde man den Text oder das Foto aus diesem Bild entfernen, würde der Effekt verloren gehen. Man braucht beides, um den Humor zu verstehen. Zugegeben, das obige Beispiel verkauft nichts, aber es veranschaulicht dennoch die Dynamik eines Bildes, das durch Grafikdesign bearbeitet wurde.
Selbsterstellte Illustrationen sind eine großartige Alternative zu Stockfotografie. Gestalten Sie sie mit den Farben und der visuellen Ästhetik Ihrer Marke, um die Inhalte als Ihre zu kennzeichnen und sie von der Masse abzuheben.
Grafiken und Diagramme

Das obige Bild ist ein hervorragendes Beispiel für die Verwendung visueller Medien, um Informationen auf übersichtliche Weise zu vermitteln. Es ist informativ (es sagt uns, welche Kuchen die Amerikaner am liebsten mögen), unterhaltsam (weil es ein „Kuchen“-Diagramm ist) und auch einfach nur ästhetisch ansprechend. Das würde hervorragend zu einem Blogbeitrag über die Kuchenvorlieben von Leuten und einer Kugel Vanilleeis passen.
Videos
Videos sind eine großartige Möglichkeit, den Wert Ihrer Produkte oder Dienstleistungen zu demonstrieren. Das kurze Video „Nosferatu, the Nonsilent Film“ von Getty Images unterlegt Originalaufnahmen aus dem Stummfilm „Nosferatu“ mit Stock-Musik, Soundeffekten und Stimmen. Im Wesentlichen haben sie uns eine humorvolle Produktdemo im Videoformat präsentiert. Clever gemacht.
Animationen
Anstatt Geld für die Dreharbeiten und den Schnitt von Originalvideoinhalten auszugeben, könnten Sie mit Grafikdesignern zusammenarbeiten, die mit nichts als Software, Markenrichtlinien und ihrer eigenen Fantasie eine immersive visuelle Welt erschaffen können. Wenn Sie wirklich kreativ werden möchten, können Sie sich sogar ein Beispiel an A-Ha nehmen und ein Crossover aus Animation und Video erstellen. Das Schöne an Animationen ist, dass sie sehr stilisiert sein können. Jedes Detail, von der Darstellung der Gesichtszüge bis hin zu den Proportionen Ihrer neu geschaffenen Welt, kann genutzt werden, um etwas über Ihre Marke zu sagen.
Infografiken

Zu guter Letzt sind Infografiken äußerst ansprechende Assets, die sich super zum Teilen eignen und in jeder Content-Marketing-Strategie ganz oben im Trichter stehen sollten. Es gibt sie in allen Formen und Größen und sie nutzen eine Vielzahl cleverer Techniken, um Informationen visuell darzustellen. Das obige Beispiel zeigt den Zusammenhang zwischen der Länge von Zigaretten und den Bundessteuereinnahmen in den USA in Milliarden Dollar. Das untere Beispiel (ein Ausschnitt aus einer größeren Grafik von movehub, hier verfügbar) verwendet eine Karte, Farben und eine Legende, um die Lebenshaltungskosten weltweit darzustellen. (Wer hätte gedacht, dass Grönland so teuer ist?)
Wie man ein besserer visueller Geschichtenerzähler wird
Visuelles Storytelling kann zunächst einschüchternd wirken, was verständlich ist. Um es richtig zu machen, müssen Sie verschiedene Medienformate geschickt miteinander verknüpfen und mit Ihrem Publikum kommunizieren, manchmal ohne ein Wort zu sagen. Nicht alle von uns sind geborene visuelle Geschichtenerzähler, aber das ist in Ordnung. Mit ein paar einfachen Richtlinien kann jeder eine fesselnde visuelle Erzählung erstellen.
Beginnen Sie mit einer guten Geschichte
Das mag selbstverständlich klingen, aber viele Marketer tappen in die Falle, eine Erzählung um ein bestimmtes visuelles Element herum zu konstruieren. Das Aufgreifen eines viralen Memes oder GIFs kann nach hinten losgehen, wenn die zugrunde liegende Geschichte Ihr Publikum nicht wirklich anspricht. Es könnte einfach wie ein verzweifelter Versuch wirken, trendy zu sein.
Denken Sie immer daran, dass die Bilder der Geschichte dienen sollten. Überzeugende Bilder haben nicht die gleiche Wirkung, wenn Ihre Botschaft nicht klar zum Ausdruck kommt.
Setzen Sie auf bewährte Storytelling-Techniken
Marketingbasiertes Storytelling muss denselben Regeln folgen, die unsere Lieblingsfilme, -fernsehserien und -bücher so erfolgreich machen. „Star Wars“ hat genauso viel mit „Beowulf“ gemeinsam wie mit „Flash Gordon“, weil es sich auf Erzählstrukturen stützt, die sich über lange Zeit bewährt haben.
Stellen Sie sicher, dass Ihre visuellen Inhalte auf diesen grundlegenden Storytelling-Techniken aufbauen:
- Konflikt: Jede gute Geschichte hat ein Hindernis, das überwunden werden muss. Je mehr sich Ihr Publikum mit dem Konflikt identifizieren kann, desto mehr wird Ihre Botschaft bei ihm Anklang finden. Deshalb sind Fallstudien für potenzielle Kunden oft so überzeugend.
- Struktur: Von Aristoteles bis Dan Harmon haben sich Geschichtenerzähler im Laufe der Geschichte an strukturelle Vorlagen gehalten, um ihren Erzählungen Schwung zu verleihen. Dabei geht es nicht nur darum, einen Anfang, eine Mitte und ein Ende zu haben, sondern jeder Teil Ihrer visuellen Geschichte sollte eine Bedeutung haben und dazu beitragen, die Erzählung zum Höhepunkt und zur Auflösung zu führen.
- Einfachheit: Machen Sie es nicht zu kompliziert. Oft lassen sich die Geschichten, die den größten Eindruck hinterlassen, in ein oder zwei Sätzen zusammenfassen. „Die Odyssee“ handelt lediglich von einem Mann, der versucht, nach Hause zu kommen. Wenn Sie feststellen, dass Ihre visuelle Geschichte zu viele Handlungsstränge enthält, versuchen Sie, sie zu straffen, um zu Ihrer Kernbotschaft zurückzukehren. Das gilt auch für das Design. Übermäßig detaillierte oder komplexe visuelle Elemente können ablenken und die Aufmerksamkeit von den wirklich wichtigen Punkten ablenken.
- Kontrast: Stummfilmstars wie Charlie Chaplin und Buster Keaton waren Meister darin, kontrastreiche Bilder zu verwenden, um eine visuelle Geschichte zu erzählen. Ein moderneres Beispiel (wenn ein 35 Jahre alter Film als modern gilt) wäre die Auseinandersetzung zwischen Marty McFly und Biff in der Malt-Shop-Szene in „Zurück in die Zukunft“. Man kann gerade noch Martys Augen sehen, die nervös hinter Biffs hoch aufragenden Schultern hervorschauen, aber das reicht schon aus, um zu erkennen, wie unterlegen er ist.
- Größe: Alfred Hitchcock ist nahezu unübertroffen, wenn es darum geht, mit visuellen Mitteln Spannung aufzubauen. Eine seiner Grundregeln beim Filmemachen war es, die Zuschauer auf wichtige Objekte auf der Leinwand zu lenken, indem er diese größer als alles andere darstellte. Das klingt einfach, ist aber sehr effektiv, wenn man eine Geschichte mit Bildern und Animationen erzählt.
Kombinieren Sie die richtigen visuellen Medien mit Ihrer Botschaft
Überlegen Sie, welches Medium für Ihre Geschichte am besten geeignet ist. Möchten Sie den konkreten ROI Ihrer Dienstleistungen anhand von harten Daten und Statistiken hervorheben? Dann ist eine Infografik wahrscheinlich die beste Wahl. Wenn Sie potenziellen Kunden dagegen Ihre komplexen B2B-Dienstleistungen vorstellen möchten, ist eine kurze Animation möglicherweise die richtige Lösung.
Storytelling-Tools für den Einstieg
Auch wenn Sie kein Design-, Animations- oder Videoteam haben, können Sie mit Hilfe von Online-Tools und Softwareanwendungen Ihre eigenen visuellen Geschichten erstellen. Diese Storytelling-Tools machen jeden Digitalmarketer zu einem effektiven visuellen Geschichtenerzähler:
- Ceros: Diese Plattform verfügt über eine einfache Benutzeroberfläche, sodass Marketingfachleute aus allen Bereichen relativ einfach Animationen, Infografiken und andere visuelle Designs erstellen können. Cero’s hat auch einen ganzen Blog, der sich mit Beispielen für Storytelling befasst. Dort können Sie sehen, was andere Marken mit der Plattform erstellt haben, und sich ein wenig inspirieren lassen.
- Adobe Spark: Adobe Spark erfordert zwar etwas mehr Design-Know-how als einige andere Optionen, bietet aber unzählige Funktionen zur Erstellung hochwertiger, professioneller visueller Medien. Die aktive und hilfsbereite Community hilft Ihnen bei Fragen und zeigt Ihnen, wie alles funktioniert.
- Canva: Mit dieser benutzerfreundlichen Plattform können Sie Ihre eigenen visuellen Designs erstellen. Dank der Drag-and-Drop-Oberfläche können Sie individuelle Bilder mit Vorlagen oder von Grund auf neu erstellen
Und das war’s schon!
Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, visuelle Medien zum Erzählen von Geschichten einzusetzen, die wir hier nicht behandelt haben. Dazu gehören auch Crossover-Formate wie E-Books (wir betrachten sie gerne als Bilderbücher, die Erwachsene auf Arbeit lesen) und Whitepaper (textlastiger, aber mit schönen Symbolen, Grafiken und anderen visuellen Hilfsmitteln).
Aber um so detailliert auf visuelles Storytelling einzugehen, wie es eigentlich verdient hätte, müssten wir einen Roman schreiben. Daher müssen wir uns vorerst mit diesem Überblick begnügen.
Außerdem glauben wir, dass Sie verstehen, worum es geht, und wenn nicht, nun ja …
Anmerkung der Redaktion: Aktualisiert im Dezember 2021.

