Christopher Whitbeck

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Wenn man an einen Geräteschuppen denkt, kommen einem wahrscheinlich nicht als Erstes Eimer in den Sinn. 

Hämmer, Schraubenschlüssel, Schraubendreher – diese Werkzeuge machen Sinn. Und sicher, vielleicht passt auch ein Eimer dazu. Aber mehrere Eimer? Nicht wirklich. 

Es sei denn, Sie sprechen von einem Content-Marketing-Geräteschuppen. 

In diesem Fall sollte der bescheidene Eimer (engl. bucket) nicht übersehen werden. Lassen Sie uns die Grundlagen von Content Buckets durchgehen und erklären, warum sie für die Entwicklung einer effektiven Content-Strategie wichtig sind. 

Was ist ein Content Bucket?

Ein Marketing-Content-Bucket ist ein Kategorisierungstool, mit dem Inhalte nach bestimmten Themen oder Themenbereichen organisiert werden. Jeder Bucket enthält Inhalte, die ein gemeinsames Thema haben, was die Planung und Verteilung über verschiedene Marketingkanäle hinweg erleichtert. Dieser Ansatz hilft dabei, eine ausgewogene und vielfältige Content-Strategie aufrechtzuerhalten.

Content Buckets vs. Content Pillars

Buckets (dt. Eimer) und Pillars (dt. Säulen) sind beides Möglichkeiten zur Koordination, Kategorisierung und Rotation von Inhalten, aber sie funktionieren auf unterschiedlichen Ebenen.

Stellen Sie sich Buckets wie Blog-Kategorien vor. Anstatt jedoch den Lesern die Navigation auf Ihrer Website zu erleichtern, erleichtern Sie Ihrem Team die Erstellung relevanter Inhalte. Wie? Indem Sie ihnen klar definierte Parameter für ihre Arbeit vorgeben. 

Content Pillars hingegen sind größere, umfassendere Themen, die als Grundlage für eine Content-Strategie dienen. Es handelt sich in der Regel um umfassende und zeitlose Themen, aus denen sich verschiedene Unterthemen (Buckets) ableiten lassen. 

Bei Brafton ist beispielsweise „Content-Marketing“ eine unserer wichtigen Content-Säulen, daher haben wir diese Pillar-Seite dazu erstellt. Obwohl es sich um ein breites Thema handelt, ist es für unsere Arbeit von hoher Relevanz – daher dient es als zentrales Thema. Unter dieser Content Pillar haben wir verschiedene Buckets:

  • Suchmaschinenoptimierung (SEO),
  • Erstellung von Inhalten,
  • Content-Strategie,
  • Verbreitung,
  • Analyse.

Anschließend konzentrieren wir uns auf Unterthemen, die zu jeder Inhaltskategorie passen, wie beispielsweise dieser Blogbeitrag zur Verwendung von ChatGPT für SEO:

Content Buckets müssen nicht unbedingt Kategorien in Ihrem Blog oder anderen Plattformen sein. Es ist sicherlich hilfreich, wenn Ihre Content Buckets und Kategorien aufeinander abgestimmt sind, und Sie sollten Ihre Content Buckets auf jeden Fall irgendwo für Ihre eigenen organisatorischen Zwecke dokumentieren. Dennoch bleibt der Punkt, dass Content Buckets in erster Linie dazu dienen, Ihnen und Ihrem Team zu helfen, Ihre wichtigsten Kommunikationsmotive nicht aus den Augen zu verlieren.

Warum sind Marketing-Content-Buckets wichtig?

Einer der Hauptvorteile der Content-Bucket-Strategie ist ihre Vielseitigkeit. Sie können sie auf praktisch alle Formen des Content Marketings anwenden, darunter:

  • SEO,
  • E-Mail-Marketing,
  • Social-Media-Marketing,
  • Videomarketing
  • … und mehr. 

Warum ist diese Strategie so flexibel? Weil bei jeder Marketingstrategie zahlreiche Faktoren zu berücksichtigen sind. Bei SEO müssen Sie die informative Suchintention des Keywords gegenüber der kommerziellen Suchintention abwägen, bevor Sie einen optimierten Blogbeitrag oder eine Landingpage verfassen. Auch bei Videoinhalten dient ein Erklärvideo einem ganz anderen Zweck als eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. 

Einfach ausgedrückt helfen Ihnen Buckets dabei, zu entscheiden, welcher Contenttyp für Ihre Ziele am besten geeignet ist. Verschiedene „Buckets“ können sich besser für unterschiedliche Contentformate eignen. Darüber hinaus bieten sie mehrere weitere wichtige Vorteile:

  • Organisation: Content Buckets helfen Ihnen dabei, Ihre Content-Strategie zu strukturieren, wodurch sie einfacher zu verwalten und zu planen ist. Das ist besonders wichtig, wenn Sie mehrere Marketingstrategien gleichzeitig koordinieren. 
  • Konsistente Botschaften: Buckets stellen sicher, dass alle Inhalte mit den Markenbotschaften und -zielen übereinstimmen und unterstützen so eine einheitliche Markenbotschaft auf allen Plattformen.
  • Engagement: Durch die Diversifizierung der Inhalte verhindern Buckets Monotonie in Ihren Beiträgen und halten das Interesse und Engagement der Zielgruppe aufrecht.
  • Effizienz: Sie optimieren den Prozess der Inhaltserstellung, da sich die Teams auf die Erstellung von Inhalten innerhalb definierter Themen konzentrieren können.
  • Relevante Inhalte: Buckets helfen Ihnen, bestimmte Zielgruppensegmente mit maßgeschneiderten Inhalten anzusprechen, die auf deren Vorlieben und Interessen zugeschnitten sind.

So erstellen Sie eine Content-Bucket-Strategie

Sie wissen nicht, wie Sie anfangen sollen? Hier finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Erstellung von Buckets für Ihre Content-Marketing-Strategie:

Definieren Sie Ihre Zielgruppe

Wenn Sie Ihre Kunden nicht kennen, agieren Sie quasi blind. Deshalb ist die Zielgruppenforschung der allererste Schritt bei der Entwicklung einer Content-Bucket-Strategie. Beginnen Sie damit, demografische Details (Alter, Wohnort, Einkommen), psychografische Informationen (Interessen, Werte, Verhaltensweisen) und Probleme oder Unzufriedenheiten zu identifizieren. 

Tools wie Umfragen, Social-Media-Analysen und Bewertungen können Ihnen dabei helfen, einige dieser Erkenntnisse zu gewinnen. Letztendlich ist es das Ziel, Ihre Inhalte so anzupassen, dass sie bei dieser Zielgruppe Anklang finden und auf ihre spezifischen Bedürfnisse und Interessen eingehen.

Verstehen Sie Ihr Unternehmen

Auf der anderen Seite ist es auch wichtig, Ihre Content-Strategie an Ihren Geschäftszielen und Markenwerten auszurichten. Identifizieren Sie Ihre Alleinstellungsmerkmale und Wertversprechen und überlegen Sie dann, wie Sie diese durch Content kommunizieren können. 

Hier kommen Content-Säulen ins Spiel, da sie die übergeordneten, grundlegenden Themen oder Themenbereiche darstellen können, die die Kompetenz Ihrer Marke widerspiegeln. Jeder Content-Bereich sollte eine dieser Säulen unterstützen und so die Konsistenz und Relevanz für Ihre allgemeinen Geschäftsziele sicherstellen.

Ideen sammeln

Wenn Sie Ihre Zielgruppe und Ihr Unternehmen genau kennen, besteht der nächste Schritt darin, Ideen für Inhalte zu entwickeln. 

Dies kann eine kreative Sitzung mit Ihrem Team sein, in der Sie Techniken wie Mindmapping oder Brainstorming einsetzen, um Kategorien zu entwickeln, die Ihre Zielgruppe ansprechen und die Stärken Ihres Unternehmens widerspiegeln. Es ist nicht nötig, die perfekte Inhaltsidee zu finden – sorgen Sie nur dafür, dass der Prozess in die richtige Richtung startet.

Profi-Tipp: Tools wie Google Trends und Sprout Social können Ihnen dabei helfen, Ideen zu entwickeln, die auf den Gesprächsthemen Ihrer Kunden und Follower basieren. 

Gruppieren Sie Ihre Ideen nach Themen

Sobald Sie eine Liste mit allgemeinen Ideen haben, ordnen Sie diese thematischen Gruppen zu. Diese Themen bilden Ihre ersten Inhaltskategorien. 

Jeder Bucket sollte eine zusammenhängende Gruppe von Ideen darstellen, die unter einem einzigen Thema zusammengefasst werden können. Ein Technologieunternehmen könnte beispielsweise „Innovationen in der Technik“, „Technik-Tutorials“ und „Branchennachrichten“ als Content-Buckets haben. Das Wichtigste ist, dass es genug Substanz gibt, um Ihre Follower mit relevanten und wertvollen Beiträgen zu versorgen.

Grenzen Sie Ihre Buckets ein

In diesem Schritt verfeinern Sie Ihre ursprünglichen Kategorien zu fokussierteren Content-Buckets. Bewerten Sie jeden Bucket hinsichtlich seiner Relevanz für Ihre Zielgruppe und seiner Übereinstimmung mit Ihren Geschäftszielen. 

Berücksichtigen Sie die potenziellen Auswirkungen jeder Kategorie auf das Engagement und die Konversionsraten Ihrer Zielgruppe. Dazu kann es notwendig sein, ähnliche Themen zusammenzufassen oder allgemeine Gebiete in spezifischere Themen zu unterteilen, um verschiedene Zielgruppensegmente besser anzusprechen.

Erstellen Sie einen Content-Kalender

Die Entwicklung eines Inhaltskalenders ist für die effektive Planung und Terminierung Ihrer Assets unerlässlich. Er enthält detaillierte Angaben dazu, wann jeder Inhalt veröffentlicht wird, zu welcher Kategorie er gehört und wo er verbreitet wird. Wird er auf Ihrer Facebook-Seite erscheinen? Oder wird es ein Instagram-Reel sein? Der Content-Kalender kann all diese Fragen und mehr in einer einzigen Ressource beantworten. 

Außerdem trägt er dazu bei, dass Ihre Inhalte gleichmäßig verteilt werden, Überschneidungen mit aktuellen Beiträgen vermieden werden und Ihre Strategie ausgewogen bleibt. 

Profi-Tipp: Nehmen Sie wichtige Termine auf, die für Ihre Branche relevant sind, wie Veranstaltungen oder Produkteinführungen, um aktuelle Möglichkeiten zu nutzen.

Content gestalten und pflegen

Schließlich sind Sie beim Schritt der Inhaltserstellung angelangt. Dieser Schritt ist ziemlich selbsterklärend: Arbeiten Sie mit Ihren Produktionsteams – Content-Autoren, Grafikdesignern usw. – zusammen, um den Content termingerecht zu liefern. 

Jeder dieser Schritte baut auf dem vorherigen auf, um eine kohärente und effektive Content-Bucket-Strategie zu entwickeln, die nicht nur Ihre Zielgruppe anspricht, sondern auch Ihr Unternehmen voranbringt. 

7 Beispiele für Content Buckets (und wie man sie nutzt)

Tatsächlich gibt es eine schier endlose Liste potenzieller Content Buckets, die Sie als Leitfaden für Ihre Content-Marketing-Strategie nutzen können. Hier sind einige Beispiele, auf die Marketingfachleute immer wieder zurückgreifen (technisch gesehen handelt es sich bei einigen davon um Content-Typen, aber das ist in Ordnung; ein Content Bucket soll vor allem Ihnen und Ihrem Team helfen):

1. Information

Infomative Inhalte sollen Ihrer Zielgruppe helfen, sich über Themen im Zusammenhang mit Ihrem Unternehmen zu informieren – ähnlich wie der Blogbeitrag, den Sie gerade lesen. Der Sinn von informativem Content besteht nicht nur darin, Ihre Kunden anzusprechen, sondern auch darin, Ihre Marke als erste Anlaufstelle für hilfreiche Informationen zu positionieren. 

Dieser Bereich kann alles umfassen, von Anleitungen und Infografiken bis hin zu E-Books und Videoinhalten. Hier ist beispielsweise ein Tutorial von HubSpot (auf Englisch), in dem die Verwendung seiner Customer-Relationship-Management-Software erklärt wird:

2. Werbung

Werbeinhalte lenken die Aufmerksamkeit auf Ihre Produkte und Dienstleistungen. Sie steigern nicht nur die Markenbekanntheit, sondern regen Ihre Zielgruppe auch zum Handeln an. Sie könnten Ihre Nutzer beispielsweise auffordern, ein E-Book herunterzuladen, sich für eine kostenlose Testversion anzumelden oder einen Kauf zu tätigen. 

Hier sehen Sie, wie BizBash Werbeinhalte in seine Social-Media-Strategie integriert hat, um den Ticketverkauf anzukurbeln: 

3. Inspiration

Inspirierende Inhalte sollen Ihre Follower motivieren, ihre Ziele zu erreichen. Zu dieser Kategorie gehören in der Regel Erfolgsgeschichten, motivierende Zitate und ermutigende Botschaften. Idealerweise geht es nicht nur darum, Ihre Follower zu inspirieren, sondern ihnen zu helfen, ihre Ziele mit Ihrer Unterstützung zu verwirklichen.

Sehen Sie sich dieses Beispiel von Sekure Payment Experts an, in dem ein Kunde durch Sekure Payment  in 14 Monaten Gebühren in Höhe von 3300 $ bei der Zahlungsabwicklung einspart:

Die Facebook-Seite von Sekure inspiriert nicht nur durch die Veröffentlichung einer Case Study zum Handeln, sondern maximiert auch das Engagement durch Videocontent. Außerdem demonstriert sie eine nachgewiesene Erfolgsbilanz und zeigt Händlern, dass auch sie bei der Zahlungsabwicklung Geld sparen können.

4. Unterhaltung

Wer sagt, dass es beim Marketing immer nur ums Geschäft gehen muss? Mit unterhaltsamen Inhalten können Sie die Persönlichkeit Ihrer Marke zum Ausdruck bringen. Von Comedy bis Nostalgie gibt es viele Möglichkeiten, Ihren Kunden ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. 

So hat The Cheesecake Factory genau das mit Memes erreicht:

5. Interaktiver Content

Interaktive Inhalte laden das Publikum dazu ein, sich an der Unterhaltung zu beteiligen. Im Rahmen einer Social-Media-Strategie können Sie beispielsweise zum Nachdenken anregende Fragen stellen, zum Taggen auffordern oder alles andere tun, was die Nutzer dazu inspiriert, sich auf die eine oder andere Weise mit dem Beitrag auseinanderzusetzen. 

Sehen Sie sich dieses Beispiel von Shopify an:

Neben einem auffälligen Grafikdesign regt Shopify die Interaktion an, indem es die Nutzer auffordert, ihre persönlichen Tipps zur psychischen Gesundheit in den Kommentaren zu teilen. 

6. Nutzergenerierter Content 

Zu den nutzergenerierten Inhalten (User Generated Content, UGC) gehören authentische Medienbeiträge, die von Ihrer Zielgruppe produziert, gepostet und geteilt werden. Dies ist nicht nur kostengünstig, sondern auch eine hervorragende Möglichkeit, die Markenbekanntheit zu steigern und Kundenbeziehungen aufzubauen. 

Außerdem können UGC sogar Ihre Brand Values unterstützen. Fragen Sie einfach LEGO:

Lassen Sie Ihre Marketingstrategie glänzen

Jetzt, da Sie wissen, was Content Buckets sind und wie Sie sie nutzen können, steht Ihnen nichts mehr im Wege, sie zu Ihrem Vorteil einzusetzen. Mit den richtigen Kategorien als Leitfaden können Sie Ihr Content-Marketing auf die nächste Stufe heben.