Was ist „Präsenz“? Nun, das hängt davon ab, wen Sie fragen. Manche würden sagen, es handelt sich um aufmerksames Zuhören am Küchentisch.
Aber wenn Sie mit Marketing-Fachleuten sprechen, bezieht sich „Präsenz“ darauf, wie Ihr Unternehmen agiert und sich selbst repräsentiert. Meistens geht es dabei um die digitale Präsenz und darum, wie Marken ihren Online-Fußabdruck ausbauen können.
Da Online-Kanäle in ihrer Anzahl und ihrem Einfluss weiter zunehmen, ist es entscheidend, dass Unternehmen eine starke digitale Präsenz aufbauen. Auf diese Weise können sie den Markenbekanntheitsgrad erhöhen, potenzielle Kundinnen und Kunden erreichen, Zielgruppen ansprechen und langfristiges Wachstum fördern.
Lassen Sie uns etwas tiefer in das Thema eintauchen und einige Wege betrachten, wie Sie Ihre Web-Präsenz verstärken können.
Was ist digitale Präsenz?
Die digitale Präsenz umfasst die Art und Weise, wie Ihr Unternehmen online erscheint. Ihre Web-Präsenz setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen und lässt sich als der Gesamteindruck definieren, den Ihre Marke online über Inhalte, Websites, Suchmaschinen sowie andere digitale Medien und Plattformen vermittelt.
Einige User könnten nach einem verwandten Produkt oder einer Dienstleistung suchen, auf Ihre Website stoßen und dort Ihren Blog lesen. Andere scrollen möglicherweise durch Facebook, entdecken dabei Ihr Social-Media-Profil oder stoßen auf eine bezahlte Anzeige.
Welche Elemente gehören zur digitalen Präsenz?
Wie bereits erwähnt, sind die digitalen Marketing-Kanäle heutzutage vielfältig und erweitern sich ständig. Das bedeutet, dass Unternehmen eine umfassende Marketing-Strategie benötigen, um ihre digitale Präsenz über all diese Kanäle hinweg zu entwickeln, zu implementieren, zu verwalten und kontinuierlich zu verbessern.
Doch welche Teile bilden das Puzzle der Online-Präsenz? Dazu gehören:
Website
Ihre Website ist das Herzstück Ihrer digitalen Präsenz.
Wenn potenzielle Kundinnen und Kunden mehr über Ihre Marke oder Ihr Unternehmen erfahren möchten, führt sie der erste Weg oft auf Ihre Website.
Daher müssen alle Bereiche – von der „Über uns“-Seite bis hin zu den Landingpages für Produkte und Dienstleistungen – optimiert und verfeinert sein. Das umfasst ein einheitliches Branding, nützliche Informationen, responsives Design und eine unkomplizierte Seiten-Navigation. Alle diese Aspekte sind an sich wertvoll, aber Sie möchten natürlich, dass neue Besucher*innen Ihr Angebot auch wirklich zu Gesicht bekommen, oder?
Hier kommt die Suchmaschinen-Optimierung (SEO) ins Spiel – eine äußerst wichtige Strategie für jede Website. Mit SEO erreichen Ihre Website und Ihre Marke gezielt die Menschen, die genau das suchen, was Sie anbieten.
Ein kurzer Blick auf die Grundlagen: Google-Algorithmen analysieren den Seiteninhalt und entscheiden, ob dieser Inhalt für die Suchanfrage relevant ist. Ein Beispiel: Eine schnelle Suche nach „Wie bügelt man ein Hemd?“ liefert meist Webseiten, die Worte wie „Hemd“, „bügeln“ und „Hemd bügeln“ enthalten.
Die Inhalte, die Sie auf Ihrer Website erstellen, sind entscheidend dafür, wie oft Ihre Marke in Suchmaschinen auftaucht. Die meisten erfolgreichen digitalen Strategien integrieren SEO und Keyword-Recherche, weil sie einen hohen Wert für die Markenbekanntheit haben. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um die Reichweite und Sichtbarkeit Ihrer Marke zu verbessern – von Meta-Tags über On-Page-SEO bis hin zu technischen Aspekten.
Mit einer gut gestalteten Website und einer durchdachten SEO-Strategie können Sie das Image Ihrer Marke als authentisch und vertrauenswürdig festigen und so bei Online-Nutzerinnen und -Nutzern einen starken Eindruck hinterlassen.
Social Media
Eine Social-Media-Präsenz ist für moderne digitale Marketing-Strategien unverzichtbar. Soziale Kanäle eignen sich hervorragend, um Ihre Marke zu „vermenschlichen“ und die Bekanntheit zu steigern. Jeder Beitrag auf Facebook oder LinkedIn ist eine Gelegenheit, Follower einzubinden und das gewünschte Marken-Image zu projizieren. Eine aktive Social-Media-Präsenz bietet Ihnen zudem zahlreiche weitere Vorteile: Sie können einen persönlichen Kundenservice bieten und die Markenbekanntheit steigern, indem Sie im besten Fall viral gehen oder Trends setzen.
E-Mail-Marketing
E-Mail-Marketing ist ein äußerst wichtiger Bestandteil einer Werbestrategie. Mithilfe gut gestalteter E-Mail-Kampagnen erreichen Sie eine große Bandbreite an Zielgruppen und schaffen wertvolle Assoziationen zu Ihrer Marke. Das Hauptziel besteht darin, echte Verbindungen aufzubauen. Datengesteuerte Ansätze und klar definierte Ziele sind dabei entscheidend, damit Ihre E-Mails genau in den richtigen Postfächern landen.
Zu den wichtigsten E-Mail-Marketing-Services gehören zum Beispiel:
- Lead-Generierung
- E-Mail-Listen-Segmentierung
- Textoptimierung
- E-Mail-Vorlagen-Entwicklung
- Kampagnen-Strategie und Automatisierung
- Analyse und Reporting
Eine wirkungsvolle E-Mail-Marketing-Strategie spricht sowohl bestehende Kundinnen und Kunden als auch potenzielle Fans Ihrer Marke an. Nutzen Sie zum Beispiel Newsletter und Aktions-E-Mails, um eine bestimmte Zielgruppe zu erreichen und sie zur gewünschten Handlung zu motivieren.
Suchmaschinen und bezahlte Werbung
Wenn Kundinnen und Kunden Ihre Website besuchen, geschieht das oft über eine Suchanfrage zu Ihrem Unternehmen oder zu Produkten und Dienstleistungen, die Sie anbieten. Wie Sie in den Suchergebnissen erscheinen, beeinflusst Ihre Web-Präsenz. Unternehmen, die in den oberen Ergebnissen stehen – sei es bei allgemeinen oder lokalen Suchen – erhalten die meisten Klicks und damit oft das größte Vertrauen und den meisten Umsatz.
SEO ist besonders wertvoll, weil es Ihre Marke auf organischem Wege bekannter machen kann. Bezahlte Werbung ergänzt dies, indem Sie Ihre Marke auch dann in den Fokus rückt, wenn Nutzer*innen gerade nicht aktiv nach Ihrem Angebot suchen.
Je besser Ihre Website und Ihre Inhalte optimiert sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines guten Rankings. Bezahlte Werbung ermöglicht es Ihnen zudem, gezielt Zielgruppen und potenzielle Kundinnen und Kunden anzusprechen. Pay-per-Click-Anzeigen, Display-Ads und Social-Ads sind wirkungsvolle Instrumente, um die Markenbekanntheit und digitale Präsenz zu stärken.
Wenn Sie ein Unternehmen gründen, sollten Sie zum Beispiel auch an eine GmbH denken, um eine stabile rechtliche Grundlage zu schaffen. Und falls Sie eines Tages daran denken, Ihr Unternehmen online zu verkaufen, sind Sie in einer besseren Position für Verhandlungen.
Content
Blog-Artikel, E-Books, Whitepaper, Fallstudien, Verkaufs-One-Pager, Produktdatenblätter: All diese Content-Marketing-Materialien sind entscheidend, um Ihre Online-Präsenz zu stärken. Inhalte sind in vielerlei Hinsicht Ihr stärkstes Instrument, um Ihre Web-Präsenz zu definieren und zu festigen. Hochwertige Inhalte erhöhen Ihre Chancen auf ein gutes Suchmaschinen-Ranking, sprechen Interessentinnen und Interessenten an, pflegen Leads und machen Sie zur Vordenkerin bzw. zum Vordenker in Ihrer Branche.
Kundenbewertungen
Bewertungen sind ein wichtiger Pfeiler der Online-Präsenz jedes Unternehmens. So sehr Sie sich auch bemühen, positive Inhalte zu erstellen: Potenziell neue Kundinnen und Kunden vertrauen häufig den Meinungen anderer, die bereits Erfahrung mit Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung gemacht haben. In vielen Digital-Marketing-Kursen wird darauf hingewiesen, dass Feedback früherer Nutzer*innen ein wesentlicher Bestandteil jeder digitalen Marketing-Präsenz ist.
Laut Daten der Bewertungssoftware-Firma Trustpilot prüfen 89 % der globalen Konsumentinnen und Konsumenten Online-Bewertungen im Zuge ihrer Online-Kaufentscheidung. Die meisten Kundinnen und Kunden informieren sich also vor einem Kauf online. Die Qualität guter Kundenbewertungen wird hier deutlich sichtbar.
Woran erkennen Sie eine erstklassige digitale Präsenz?
Eine digitale Präsenz muss ständig weiterentwickelt werden. Die Vorlieben und Wahrnehmungen von Kundinnen und Kunden entstehen zum großen Teil durch ihre Interaktionen mit den oben genannten Elementen. Damit Sie genau den gewünschten Eindruck hinterlassen, sollte Ihre digitale Präsenz:
- Einheitlich und konsistent sein: Eine einheitliche Präsenz ist zentral für Markenbewusstsein und Wiedererkennung. Das gleiche Farbschema, das Sie auf Ihrer Website verwenden, sollte auch in Ihren Social-Media-Profilen und in Ihren Inhalten auftauchen. Slogans, Bildsprache, Tonalität und Stil müssen aufeinander abgestimmt werden – über alle Plattformen und Kanäle hinweg.
- Das Physische einbeziehen: Manchmal beeinflussen auch physische Interaktionen Ihre digitale Präsenz. Denken Sie an Showrooms oder interaktive Einzelhandelskonzepte, bei denen physische und digitale Präsenzen Hand in Hand gehen. Auch der Kundenservice spielt hier eine Rolle: Wie Kundinnen und Kunden mit Ihrem Team interagieren, kann sich in Nutzerbewertungen niederschlagen – was wiederum Ihrer Online-Präsenz zugutekommen oder schaden kann.
- Für mobile Endgeräte optimiert sein: Selbst die am besten durchdachte digitale Präsenz kann unter schlechter Performance auf Mobilgeräten leiden. Webseiten, die nicht für Smartphones oder Tablets optimiert sind, frustrieren Kundinnen und Kunden. Zugleich bietet Mobile aber auch Chancen, beispielsweise Apps, lokale Suchanfragen oder eine ausgeprägte Social-Media-Präsenz. Wer Wert auf hohe Qualität und Funktionalität von Apps legt, kann beispielsweise Mobile-App-Testing-Services nutzen, um Risiken zu minimieren und reibungslose User-Erfahrungen zu bieten.
5 Wege, um Ihre digitale Präsenz zu verbessern
Ihre digitale Präsenz erfordert kontinuierliche Aufmerksamkeit. Wer seine Zeit und Energie jedoch gezielt in die richtige Richtung lenkt, kann die Ressourcen optimal nutzen und eine starke Online-Präsenz aufbauen. Im Folgenden finden Sie 5 Tipps, die Ihnen dabei helfen:
1. Vernachlässigen Sie nicht die kleinen Dinge
Sie werden viel Zeit darauf verwenden, Ihre Website zu optimieren, was völlig sinnvoll ist. Doch vernachlässigen Sie darüber nicht die anderen Elemente Ihrer digitalen Präsenz.
So müssen beispielsweise Online-Verzeichnisse und Branchenportale stets aktuelle Informationen wie Öffnungszeiten, Standorte und Kontaktdaten enthalten. Treffen Kundinnen und Kunden auf veraltete oder falsche Angaben, führt das zu einer negativen Erfahrung mit Ihrer Marke – und somit zu einer Beeinträchtigung Ihres Online-Auftritts.
2. Gehen Sie über das Nötigste hinaus
Auch wenn die kleinen Dinge wichtig sind, sollten Sie gleichzeitig mehr tun als nur das Minimum. Im Content-Marketing zum Beispiel lohnt es sich, über regelmäßige Blog-Beiträge hinauszudenken.
Falls Sie Ihre Online-Präsenz wirklich auf das nächste Level bringen möchten, könnten Sie Gastbeiträge verfassen, um Ihre Reichweite zu erhöhen und Ihre Autorität sowie Ihre Fachkompetenz zu zeigen – etwas, das auch bei Kundinnen in Bayern und Kunden in Brandenburg gut ankommen kann. Ähnliches gilt für E-Mail-Marketing. Drip-Kampagnen sind hilfreich, doch ein Newsletter, der Ihren Kundinnen und Kunden echten Mehrwert bietet, kann Sie nachhaltig von der Konkurrenz abheben.
3. Nutzen Sie visuelle Inhalte
Ihre Website benötigt gut geschriebene Texte, die für die Keywords optimiert sind, für die Sie ranken möchten. Dennoch sollten Sie auch auf gut produzierte visuelle Inhalte setzen, um Ihre Markenwerte, Ihre Mission und Ihre Botschaften auf einer tieferen Ebene zu vermitteln.
Visuelle Formate wie Videos und Infografiken sind starke Content-Assets, die sich außerdem hervorragend für Social Media eignen. Wenn Sie dabei Ihr Markenbild, Ihre Ikonografie und Ihr Farbschema konsistent integrieren, stärken Sie eine wiedererkennbare digitale Präsenz, die Nutzer*innen sofort mit Vertrauen, Glaubwürdigkeit und fachlichem Know-how verbinden.
4. Bleiben Sie auf mehreren Social-Media-Plattformen aktiv
Apropos Social Media: Es gibt nicht nur Facebook, X und Instagram, auf denen Sie präsent sein sollten. Es existieren zahlreiche weitere Plattformen, über die Sie Ihre digitale Präsenz ausbauen können.
Entscheidend ist, jene Kanäle zu wählen, die Ihre Zielgruppe vorrangig nutzt. B2C-Marken sollten möglicherweise auf Pinterest oder Snapchat aktiv sein; für B2B-Unternehmen ist ein LinkedIn-Profil ein Muss, während eine Präsenz auf Quora oder Gutefrage ebenfalls helfen kann, um die eigene Kompetenz zu untermauern.
5. Bleiben Sie immer dynamisch
Eine statische digitale Präsenz führt zu einer stagnierenden Marke. Suchmaschinen-Algorithmen und Kundenpräferenzen ändern sich ständig – Ihre Marke muss mit diesen Entwicklungen Schritt halten, um relevant zu bleiben. Dazu gehört, UX-Trends und andere Faktoren zu verfolgen, die beeinflussen, wie Ihre digitale Präsenz wahrgenommen und weiterentwickelt wird.
Eine digitale Präsenz ist wie eine Pflanze: Sie gedeiht mit Aufmerksamkeit und Pflege. Mit der Zeit kann so ein Online-Fußabdruck entstehen, der Ihre Marke sowohl in den Köpfen Ihrer Kundinnen und Kunden als auch auf den Suchergebnisseiten ganz nach oben bringt.
Über den Autor: Dominic Tortorice
Dom, ein begeisterter Journalist, freute sich, direkt nach dem Anglistik-Studium eine Stelle als Texter und Lektor zu finden. Dass dies dann noch in der florierenden Content-Marketing-Branche bei Brafton stattfand, machte das Ganze umso besser.

