Alles hat seine Zeit, und wenn Content- Marketer ein Asset für die Kundenpflege benötigen, greifen sie oft zu Whitepapern.
Dabei handelt es sich um Texte in Langform, die sich für alle möglichen Markenziele eignen, sei es für die Kundeninformation, Thought-Leadership oder Lead-Generierung.
Allerdings ist die Veröffentlichung eines Whitepapers wesentlich aufwendiger als die eines Blogbeitrags. Während Sie Blogposts vielleicht wie am Schnürchen schreiben können, sind für ein Whitepaper oft umfangreiche Recherchen, professionelles Schreiben und Formatierung erforderlich.
Benötigen Sie Hilfe bei der Einführung eines schrittweisen Prozesses zur Erstellung von Whitepaper-Inhalten? Dann sollten Sie Whitepaper-Vorlagen verwenden.
Wir haben ein paar unserer Lieblingsvorlagen herausgesucht, aber bevor wir uns diesen zuwenden, sollten wir uns noch einmal genauer ansehen, was ein gutes Whitepaper ausmacht.
Was ist ein Whitepaper?
Je nachdem, wen Sie fragen, werden Sie eine andere Antwort auf die obige Frage erhalten. In der Finanzdienstleistungsbranche oder bei Behörden ist ein Whitepaper in der Regel ein umfangreiches Grundsatzdokument, das bis zu 100 Seiten umfassen kann.
In der Welt des Content-Marketings ist ein Whitepaper viel kürzer. Ein typisches Marketing-Whitepaper umfasst zwischen 5 und 10 formatierten Seiten. Es enthält jedoch viele der gleichen Themen wie die ursprüngliche Forschung sowie eine Zusammenfassung des Themas. Der beste Weg, um zu verstehen, was ein Whitepaper genau ist, ist zu verstehen, was es nicht ist:
- Ein Blogpost: Im Gegensatz zu einem Standardartikel bietet ein Whitepaper weitaus mehr Raum, um in das Thema einzutauchen. Blogs können jedoch eine großartige Möglichkeit sein, Ideen aus Ihrem Whitepaper in verdaulichere, kurze Inhalte umzuwandeln. Darauf gehen wir in Kürze ein.
- E-Book: Obwohl es viele Überschneidungen gibt, richten sich E-Books oft an ein breiteres Publikum in Ihrem Zielmarkt, während ein Whitepaper eher für ein Nischenthema verwendet werden kann. Außerdem ist es zwar wichtig, dass Ihr Whitepaper ein ansprechendes Format hat; allerdings sind E-Books noch stärker visuell ausgerichtet.
- Fallstudie: Eine einfache Fallstudie liefert ein praktisches Beispiel dafür, wie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung ein Problem gelöst hat. Ein Whitepaper hingegen kann die Vorteile und Gründe für die Einführung des Produkts oder der Dienstleistung aufzeigen. Ähnlich, aber doch gerade unterschiedlich genug.
Die Verwendung von hochinformativen Inhalten wie Whitepapern und E-Books nimmt weiter zu, wobei die Anbieter pädagogische Leitfäden als eines der effektivsten Tools in ihrem Content-Arsenal einstufen.
Bei der Erstellung eines eigenen Whitepapers gibt es verschiedene Möglichkeiten, die meist auf Ihre Marketing-Strategie zurückzuführen sind. So können Sie z. B. ein Whitepaper zu Lehrzwecken verfassen, Ihre Marke als Vordenker positionieren oder Ihr Fachwissen mit einem eher technischen Dokument unter Beweis stellen. Unabhängig von Ihren Zielen ermöglicht die zusätzliche Länge Ihrem Content-Marketing-Team, die Vorteile Ihrer Produkte und Dienstleistungen oder einen bestimmten Branchentrend, auf den Sie sich stützen möchten, zu vertiefen.
Warum ein Whitepaper schreiben: Inbound-Marketing-Potenzial und zusätzliche Vorteile
Wenn Sie wirklich einen Grund brauchen, hier sind ein paar:
Unverzichtbares B2B-Werbematerial
Whitepaper sind besonders wertvolle Inhalte im B2B-Marketing. Produkte und Dienstleistungen, die sich an Unternehmen richten, benötigen möglicherweise mehr Platz für Erklärungen als einen Blogbeitrag.
Geschäftsinteressenten werden wahrscheinlich mehr Details zu Produkten und Dienstleistungen erfordern, die Sie in einem Whitepaper effizient vermitteln können.
In einer Umfrage des Demand Gen Report zum B2B-Content-Marketing gaben 56 % der Befragten an, dass Whitepaper wertvolle Inhalte für die Anfangsphase sind; 33 % sagten dasselbe über Whitepaper als Inhalte für die mittlere Phase.
Perfektes „Gated-Asset“
E-Mail-Adressen sind für Content-Marketer Gold wert, und viele Online-User sind bereit, ihre Daten gegen ein relevantes Whitepaper einzutauschen.
Daher können Whitepaper ein wirkungsvolles Mittel zur Lead-Generierung sein. Je nach Vertriebsstrategie können Sie sich dafür entscheiden, das Whitepaper auf einer Landingpage mit einem Anmeldeformular zu veröffentlichen. Fragen Sie nur nach einigen wenigen Informationen wie Name und E-Mail-Adresse. Zu viele Fragen – z. B. nach Branche, Funktion oder Standort – mögen für Sie interessant sein, entsprechen aber oft nicht den rechtlichen Anforderungen der DSGVO und damit der Erwartung heutiger Nutzer*innen.
Hochgradig teilbar
Wenn Sie Inhalte erstellen, möchten Sie idealerweise, dass die Leser*innen Ihre Inhalte mit anderen teilen. Wie der Demand Gen Report herausfand, werden Whitepaper am ehesten im Kollegium geteilt.
55 % der Befragten gaben an, dass sie Whitepaper weitergeben, also ein größerer Anteil als bei Webinaren, Fallstudien, Videoinhalten und Infografiken.
Auch wenn ein Whitepaper vielleicht nicht sofort als teilenswerter Inhalt erscheint, kann sich ein gut ausgearbeitetes Whitepaper wie ein Lauffeuer in den sozialen Medien oder in Fachkreisen verbreiten und Ihre Markenbekanntheit steigern.
Recherche für Ihr Whitepaper-Thema und 5 weitere wichtige Schritte
Mit einer Whitepaper-Vorlage wird der kreative Prozess viel einfacher. Und wenn Sie erst einmal ein paar bevorzugte Vorlagen gefunden haben, wird der Prozess noch effizienter, sodass Sie durchgängig qualitativ hochwertige Whitepaper erstellen können.
Mehr dazu in Kürze.
Bis dahin finden Sie hier einige grundlegende Schritte zur Veröffentlichung eines Whitepapers.
1. Definieren Sie Ihre Zielgruppe
Wer liest Ihr Whitepaper? Und noch viel wichtiger, wer soll es noch lesen?
Wie bei jeder anderen Art von Inhalt brauchen auch Whitepaper eine Zielgruppe. Bevor Sie mit dem Schreiben beginnen, muss Ihr Team den idealen Adressaten und seine Beweggründe definieren. Ihr Zielpublikum kann aus Führungskräften, Abteilungsleiterinnen oder Entscheidungsträgern im Einkauf bestehen. In jedem Fall sollten Sie eine konkrete Definition Ihrer Zielgruppe parat haben, bevor Sie weitere Schritte unternehmen.
2. Recherchieren Sie
Ihre Leserschaft erwartet mehr von Whitepapern, seien es tiefere Einblicke oder Vordenkerqualitäten, die sie nirgendwo anders finden können. Ein qualitativ hochwertiges Whitepaper wird diese Erwartungen erfüllen.
Ihr Marketing-Team muss die Ärmel hochkrempeln und eigene Recherchen anstellen, um sich sachkundig zum Thema äußern zu können. Dies kann interne Interviews mit Ihren Produktverantwortlichen oder anderen Fachleuten beinhalten. Zumindest bedeutet es, dass Sie eine Reihe von Quellen sammeln müssen, um Ihr Whitepaper zu untermauern.
3. Enden Sie mit Schwung
Die Schlussfolgerungen eines Whitepapers bieten Ihnen die Möglichkeit, bei den Lesern und Leserinnen einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Sie haben Zeit investiert und erwarten am Ende einen Schluss, der alles ordentlich zusammenfasst und ihnen die wichtigsten Erkenntnisse mit auf den Weg gibt.
Geben Sie sich beim Verfassen der Schlussfolgerungen genauso viel Mühe wie bei der Einleitung – und vergessen Sie nicht den Call-To-Action. CTAs müssen klar, spezifisch und für das Whitepaper relevant sein.
4. Formatieren Sie den Text mit Design-Elementen
Das von Ihnen gewählte Design des Whitepapers wird einen großen Einfluss darauf haben, wie der Inhalt aufgenommen wird. Whitepaper können durchaus kreative Dokumente sein, nicht nur langweilige Textblöcke.
Beziehen Sie zumindest das Farbschema Ihrer Marke in das Format des Whitepapers ein. Erwägen Sie aber auch folgende Elemente hinzuzufügen:
- Zitate
- Fotos/Abbildungen
- Illustrationen
- Diagramme und Schaubilder
Design-Elemente lockern nicht nur den Text auf, sondern verstärken auch die Kernaussagen, die Sie den Lesern und Leserinnen vermitteln wollen.
5. Legen Sie Ihre Strategie für die Verbreitung fest
Entscheiden Sie sich zunächst für den Dateityp Ihres Whitepapers. PDF ist wahrscheinlich das gängigste Dateiformat, aber auch Word-Dokumente können verwendet werden. Wenn Sie Ihr Whitepaper jedoch in HTML5 oder Adobe InDesign formatieren, können Sie interaktive Design-Elemente hinzufügen, die Ihren Inhalt zum Leben erwecken.
Was die Marketing-Kanäle betrifft, so können Sie Ihr Whitepaper über E-Mail-Kampagnen, soziale Medien oder als Dankeschön für die Teilnahme an einem Webinar verbreiten. Stellen Sie sicher, dass Sie eine Landingpage und ein Formular für Ihr Whitepaper einrichten, um Informationen über Interessenten zu sammeln.
6. Dauerhafte Werbung für Ihr Whitepaper
Wenn Ihr Whitepaper nicht die erwartete Resonanz findet, können Sie verschiedene Strategien anwenden. Einige wichtige Taktiken, die Sie in Betracht ziehen sollten, sind:
- Ergänzen Sie den Ressourcenbereich Ihrer Website: Wenn Sie dies noch nicht getan haben, sollten Sie Ihr Whitepaper am Anfang Ihres Ressourcenbereichs hervorheben. Eine weitere Möglichkeit, die Aufmerksamkeit auf Ihre neuen Inhalte zu lenken, besteht darin, eine eigene Registerkarte für das Whitepaper einzurichten.
- Erstellen Sie interne Links: Gehen Sie alte und neue Blogs durch und verlinken Sie bei Bedarf auf die Landingpage Ihres Whitepapers. Dies erhöht nicht nur die Besucherzahlen, sondern liefert den Lesern und Leserinnen auch weitere wertvolle Informationen.
- Nehmen Sie an Branchenveranstaltungen teil: Ganz gleich, ob Sie eine eigene virtuelle Veranstaltung organisieren oder an einem branchenweiten Treffen teilnehmen, der Austausch von Erkenntnissen aus Ihrem Whitepaper kann eine gute Möglichkeit sein, mehr Aufmerksamkeit zu erregen.
Denken Sie nur daran, dass Sie Ihr Whitepaper auf jeden Fall so bewerben sollten, dass es für Ihre Zielgruppe relevant ist.
Wie sieht ein gutes Whitepaper aus?
Vorlagen können dazu beitragen, Ihren kreativen Prozess zu beschleunigen. Vielleicht haben Sie sogar Ihre eigenen internen Vorlagen, die sich an Markenrichtlinien halten. Wenn Sie auf der Suche nach einer guten Whitepaper-Vorlage sind, haben wir ein paar im Sinn:
Adobe Creative Cloud Express
Adobe Creative Cloud Express bietet seinen Usern eine Reihe von Vorlagen mit zahlreichen Optionen für die Anpassung, darunter Markenfarben, hochauflösenden Logos und Infografiken im Text.

Sie können die professionell gestalteten Vorlagen auf der Website von Adobe erkunden. Beachten Sie jedoch, dass einige der erweiterten Funktionen kostenpflichtig sind.
Venngage
Venngage bietet eine große Auswahl an Vorlagen, von denen viele für bestimmte Zwecke entwickelt wurden, z. B. Whitepaper fürs Content-Marketing und Personalwesen.

Auf der Website des Unternehmens finden Sie eine Vielzahl von Vorlagen für Whitepaper. Auf einige können Sie mit einem kostenlosen Konto zugreifen, während für andere ein Premium-Konto erforderlich ist.
Marq
Marq hat Hunderte von Inhaltsvorlagen und eine Handvoll Whitepaper-Vorlagen. Wir mögen diese Vorlagen, weil sie ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Texten und Designelementen bieten.

Sie können sich mit Ihrer E-Mail-Adresse anmelden, um die Vorlage individuell zu gestalten.
Visme
Visme ist ein weiterer Anbieter von Vorlagen, mit einigen Whitepaper-Formaten, die wirklich ins Auge fallen.

Wie bei anderen Anbietern müssen Sie sich für ein kostenloses Konto registrieren, obwohl die meisten Visme-Vorlagen nur für Premium-User verfügbar sind. Wenn Sie ein Upgrade durchführen, erhalten Sie Zugang zu einer Reihe von Vorlagen mit hochwertigen Grafiken, die Ihren Text auf die nächste Stufe bringen können.
Versuchen Sie, auf Pinterest nach „Whitepaper-Vorlagen“ zu suchen. Sie erhalten tonnenweise Ergebnisse für Whitepaper aller Art.

Sie können auch andere Suchbegriffe wie „B2B-Marketing“ oder „Unternehmenspolitik“ eingeben, um Whitepaper-Vorlagen zu finden, die speziell auf Ihren Anwendungsfall zugeschnitten sind.
Erstellen Sie Ihre eigene Whitepaper-Vorlage
Wenn Sie über genügend interne Ressourcen verfügen, sollten Sie über die Erstellung einer Reihe von Whitepaper-Vorlagen nachdenken. Wenn Sie sich jetzt die Mühe machen, können Sie später nahtloser Inhalte produzieren, z. B. schnelle Iterationen von Whitepapern, um auf aktuelle Ereignisse zu reagieren oder Produktaktualisierungen zu erklären.
Achten Sie nur darauf, dass Ihre Vorlage Folgendes enthält:
- Deckblatt
- Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Haupttextseiten mit Markenelementen
- Schlussfolgerung mit klarem CTA
- Abschließende „Kontakt“-Seite
Achten Sie darauf, dass sich Ihr Farbschema durch die gesamte Vorlage zieht, und lassen Sie Platz für Grafiken, visuelle Elemente, individuelle Illustrationen, Diagramme und andere Design-Elemente.
Wiederverwendung von Whitepaper-Inhalten
Jetzt, da Sie die ganze Zeit in die Entwicklung eines erstklassigen Whitepapers investiert haben, ist es an der Zeit, den vollen Nutzen aus Ihrer harten Arbeit zu ziehen.
Einer der größten Vorteile von Whitepapern gegenüber anderen Formen von Inhalten ist, dass sie sich fast wie ein Chamäleon verwandeln. Sie können Informationen aus Ihrem Whitepaper entnehmen und umgestalten, um völlig neue Nebenkampagnen zu erstellen, z. B:
- Beiträge in sozialen Medien, in denen Sie wichtige Daten oder Trends hervorheben, die Sie entdeckt haben.
- Blogposts, die als Fibel für einen kleineren Abschnitt des Whitepapers oder als Vertiefung eines Themas dienen, das auf einer höheren Ebene erwähnt wurde.
- E-Mail-Kampagnen, die das Whitepaper als Möglichkeit nutzen, neuen oder bestehenden Kunden und Kundinnen einen Mehrwert zu bieten.
Unabhängig davon, für welche Whitepaper-Vorlage Sie sich entscheiden oder welche Sie selbst entwickeln, achten Sie darauf, dass Sie sie sinnvoll einsetzen. Whitepaper sind wertvolle Inhalte für alle Kundengruppen und effektive Lead-Gen-Tools – allerdings nur, wenn sie qualitativ hochwertig und zielgerichtet sind. Vorlagen helfen Ihnen dabei, konsequent auf diesem Niveau zu arbeiten.
Sind Sie bereit, Ihr eigenes Whitepaper zu erstellen? Wir haben diese praktische Whitepaper-Vorlage zusammengestellt, um Ihnen den Einstieg zu erleichtern!

